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Langeweile besäuft sich
Ich ging die völlig überfüllten Straßen entlang, in Gedanken an dich , unfähig mich auf den Weg zu konzentrieren, den ich vor mir hatte.
Ich griff in meine Tasche und berührte die Umrisse meines Stolzes. Ich hatte ihn also auf der Busfahrt hierher nicht verloren.
Ich musste ständig kontrollieren ob ich alle meine Dinge noch bei mir hatte. Wahrscheinlich war das nunmal eine meiner Schwächen.
Immer noch nachdenklich forstete ich weiter und fand schließlich auch den Zwang, den ich auf einem Flohmarkt recht billig erstanden hatte. Er war ein Schnäppchen gewesen im Gegensatz zur Hoffnung die ich wenige Wochen später mit Hindernissen von einem Freund erkauft hatte.
Geldlos und Planlos machte ich mich also auf um alle 3 Gegenstände sicher und behutsam wieder ihrem Besitzer zu bringen.
Wenige Minuten später stand ich vor einem Haus, das ich zuvor nie gesehen hatte, die Menschen die darin lebten auch nicht, ich wurde nie vorgestellt.
Sorgfältig zog ich den Stolz aus meiner Tasche, steckte ihn in den weißen Briefumschlag und schob ihn unter der Tür durch. Ich habe mir noch nie viel aus Briefkästen gemacht.
Wenige Stunden später gab ich Ihnen die Hand im teuer eingerichteten Haus, bedankte mich nocheinmal für die Gastfreundschaft von damals und überreichte ihnen den Zwang, der wohl ihrem Sohn gehörte.
Kaum hatte ich die Haustür geshclossen machte ich mich auf den Weg um schließlich auch die Hoffnung zu ihrem Besitzer zurückzubringen.
Als ich klingelte überlegte ich mir für einen kurzen Moment wieder umzudrehen, doch ich war nunmal nicht der Beziehungsmensch. Es nicht einmal meine Schuld.
Es war nicht gerecht die Hoffnung zu behalten.
Ich war- wie gesagt- nicht so der Beziehungsmensch.

Ich öffnete die Tür, trat in die gewohnte Kühle des Zimmers , küsste ihn sanft, stellte meine Tasche auf sein Bett und sagte ihm, ich könne heute über Nacht bleiben...

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